Verwegener & Trefflich

Ideen und Ansätze zu Geschäftsmodellen, Kampagnen, Dienstleistungen, Produkten, Installationen und Aktionen, Verbesserungen & Innovationen

Methode des Monats: Einfach mal beobachten…

…sagt sich so leicht. Ist es eigentlich auch und extrem nützlich noch dazu. Denn es lässt sich kaum besser in ein neues Thema einschwingen, als wenn man sich direkt auf das noch fremde Terrain begibt und hinter die Kulissen schaut. Wir wissen nie so wenig über ein Projekt wie am Anfang – es macht also nicht nur keinen Sinn, es ist auch riskant bereits vor Startschuss einen 3-monatigen Projektplan aufzusetzen und fixe Budgets festzulegen.

Eine simple ethnologische Beobachtung hilft dabei Informationen ohne jegliche Wertung zu sammeln und herauszufinden ‚was ist‘.
Dabei hilft es, sich vorzustellen man sei Völkerkundler und  auf der Spur eines noch unbekannten Stammes. Als Völkerkundler bist du neugierig und willst die scheinbar fremden Verhaltensweisen, Bräuche, Beziehungen, … verstehen. Eingreifen führt zu unnatürlichem Verhalten, daher verhältst du dich unauffällig und zurückhaltend.

Unsere Gefilde sind zwar nicht das Amazonas-Gebiet. Den für das Projekt spannenden Orten, Situationen und Personen, kannst du dich als Völkerkundler aber mit genauso viel Neugierde und Empathie widmen und dabei entdecken, was ist (statt was könnte oder was war).
Und sind wir mal ehrlich: oft genug ist doch das Büro, das Unternehmen oder die Großstadt im Grunde wie ein Dschungel mit allerhand fremden Spezies, eigenen ‚Gesetzen‘ oder gar gefährlichen Kreaturen – wenn man nur mal genau hinschaut😉

Guideline für Beobachtungen:

  • Nimm dir mindestens 2 Stunden Zeit und schalte das Handy aus, um dich der Beobachtung voll widmen zu können!
  • Beobachte Akteure & Abläufe: Was tun sie? Wie geht es ihnen dabei? Was passiert wohl davor und danach?
  • Dokumentiere Verblüffendes und Merkwürdiges!
  • Was ist unklar? Notiere deine Fragen!
  • Achte auf Situationen, die für die Menschen offenbar sehr erfreulich sind oder sehr ärgerlich, kompliziert oder aufwändig!
  • Alles zählt!

Idealerweise führen mindestens 2 Personen eine Beobachtung durch und tauschen sich im Anschluss aus, sodass eine Basis für die Herausforderung des Projekts geschaffen ist und ERST DANN das Projektziel definiert wird.

Wir wünschen viel Spaß!

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Wie kann kostenloses W-Lan in Leipzig finanziert werden? – Ein Ideenspaziergang mit der Leipziger Gruppe

Leipzig 18. August 2016, 8 Uhr morgens. Mit Klemmbrett und Stift bewaffnet macht sich die WLAN-Task-Force der Leipziger Gruppe auf den Weg durch die Innenstadt, um unseren Finanzierungskonzepten für „WLAN für alle“ zu lauschen.

Die Ausgangssituation:
Alle wollen immer & überall zuverlässigen Internetzugang. Touristen, Den-Weg-Sucher, Minütlich-Social-Media-Checker – und der normale Bürger genauso. Kostenloses WLAN für die Öffentlichkeit gehört in Großstädten schon fast zum guten Ton. Aber wie kann eine Bereitstellung des für die Nutzer (möglichst) kostenfreien WLANs in Leipzig finanziert werden?

Um unsere Lösungs-Ideen erlebbar zu machen, luden wir zum Ideenspaziergang durch die Leipziger City ein. So manch abstrus wirkende Idee erscheint möglich, sobald man den Smartphone-Nutzer in seiner natürlichen Umgebung beobachtet oder sich gar mit ihm unterhält.

Nachdem wir unsere Vorschläge an Fahrkartenautomaten, Hotspots und sonstigen „Touchpoints“ vorgespielt hatten, ging es in die zweite Iteration, um Input von der L-Gruppe selbst zu bekommen. Gemeinsam mit dem Kunden konnte das Best-Of der Ideen auf ein solides Fundament gestellt werden.

Für uns besonders interessant, stellten sich am Ende diese Fragen:
Wie verändert sich die Stadt, wenn alle immer & überall WLAN haben?
Und ist das denn wirklich notwendig, bei immer größer werdenden mobilen Datenvolumina?
Why-Fi?

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Kommunal & innovativ – Die Learning Journey mit dem VKU

Die kommunalen Unternehmen – Wasserwerke, Energieversorger und Abfallwirtschaftler – sichern die Grundversorgung für alle.

Digitalisierung, disruptive Geschäftsmodelle und kommerzielle Quereinsteiger stellen deren gängige Praxis in Frage.
Was müssen Kommunalunternehmen tun, um auch im digitalen Zeitalter innovative, attraktive Angebote für alle sicherzustellen?

Im Rahmen der Learning Journey treffen Mitglieder des VKU (Verband der kommunalen Unternehmen) in 4 Städten deutschlandweit auf Digital-Startups.

Verwegener & Trefflich lassen sie in einem Design-Thinking-Sprint einen Tag lang ihre gängigen Denkstrukturen verlassen und gemeinsam an konkreten Lösungsansätzen und neuen Geschäftsmodellen arbeiten. ‚So ganz nebenbei‘ entwickeln die ca. 50 Teilnehmer pro Stadt ein Zukunftsbild einer Plattform, die Innovation für kommunale Unternehmen ermöglichen und fördern wird.

„So viel in so kurzer Zeit“ und „Den Teil möchte ich mal auf Arbeit ausprobieren …“ hören wir da am Rande und schauen am Tagesende in geschaffte, aber lächelnde Gesichter. Alle sind sich einig, dass diese Art von Arbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch besonders fruchtbar ist.

Wie fruchtbar, das wird sich schon im Januar zeigen:
Dann findet das Grande Finale statt, bei dem die vielversprechendsten Ergebnisse zusammengeführt werden, denen dann prompt gemeinsam Leben eingehaucht wird.

Bis dahin freuen wir uns auf die noch folgende Veranstaltung in Hamburg. Die Locations sind jedes Mal Herausforderung & Entdeckung zugleich: Wir haben schon an vielen verwegenen Orten gearbeitet – aber der Nachtclub in Frankfurt war auch für uns eine Überraschung …

Noch viel mehr zu lesen und zu sehen gibt es HIER.

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„Hilfe mein Kunde macht meine beste Idee kaputt!“ – Das V&T Interview

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Mit Anne von Sputnika haben wir uns darüber unterhalten, wie ein Go! des Kunden für außergewöhnliche Konzepte ein Muss werden kann. Lest es hier!

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Start simple – simply start Prototyping mit Verwegener & Trefflich

Scrum? Wir würden ja gern, aber wir haben keine Zeit …“,

Design Thinking?Spannend, aber der Arbeitsalltag frisst unsere Ressourcen …“.

Annahmen testen? Also wenn das auch im Konferenzraum geht  …“

Geht es nicht.

Den meisten Unternehmen in Mitteldeutschland fällt es schwer ihren Arbeitsalltag nach „neuen“ Konzepten wie Scrum oder Design Thinking auszurichten, oder besagten Konferenzraum zu verlassen, um Annahmen über Kunden und Markt zu testen.
Woran das liegt, ist eigentlich klar:  Die verantwortlichen Mitarbeiter sind häufig im Tagesgeschäft gefangen und sehen zudem oft den ‚Gefährliche-Annahmen‘ -Wald vor lauter ‚Der Kunde tickt sicher wie ich‘ -Bäumen nicht.

Um unseren Kunden dennoch die schrittweise Integration dieser zeitgemäßen Arbeitsmethoden zu ermöglichen, stellen wir ihnen unser Netzwerk, unseren Raum und unser Know-How zur Verfügung.

Im Rahmen von Prototyping, entscheidender Teil im Design Thinking Prozess und fast ausschließlich außerhalb von Konferenzräumen zu realisieren, werden so früh wie möglich Annahmen getestet. Im Fokus steht die Risikominimierung  – nicht nur durch tatsächliche physische Prototypen, sondern auch Rollenspiele, Beobachtungen, Szenario-Bauten oder Fake Marketing-Kampagnen.
Schnell testen, schnell scheitern, schnell lernen  – schneller an den Start gehen.

Mehr Informationen zum Prototyping und einige Beispiele gibt es hier:

Prototyping mit Verwegener & Trefflich

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Methode des Monats – „5x Warum“

Gar nicht selten führen die simpelsten Methoden zu den tiefsten, verborgensten Erkenntnissen.

Bestes Beispiel: „Warum?“ fragen :)

Und das am besten nicht nur einmal, oder ein zweites Mal, sondern ganze 5 (fünf!) Mal, oder eben sooft, bis der Kern des Problems freigelegt ist.

Aber von vorn:
„Wir brauchen jetzt einen Flagship-Store!“ heißt es vom Sales-Leiter eines großen Online-Einzelhandels-unternehmens und er ist sich sicher, dass dieser die Zahlen aus dem Keller holt. 
Oder auch: „Eine App für unsere Fahrgäste – die muss endlich her!“ sagt der Geschäftsführer eines ÖPNV-Unternehmens.

… Ein Ziel vor Augen haben ist sicher richtig. Immer wieder auch den Schritt zurück zu wagen und das Ziel in Frage zu stellen ist noch richtiger.
Warum/wozu eigentlich wollen wir das?

Das oft verblüffende Ergebnis: Der Flagship-Store oder die dringend notwendige App sind vielleicht nicht so nötig und stattdessen drückt der Schuh an ganz anderer Stelle.
Es lohnt – übrigens auch in jeder sonstigen Lebenslage auch außerhalb der Arbeitswelt – die „Warum“-Frage zu stellen. 5x!

In unseren Workshops flankieren wir diese Methode mit einer weiteren Frage:
Wozu?
Dazu gibt es mehr im nächsten Monat.

Stay tuned and question everything. 5 times.

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Methode des Monats – „Der Grabstein“

„Stell Dir vor, Deine Firma wird aufgelöst – weil Du alle Ziele erreicht hast … und Du den Rest Deines Lebens verdientermaßen auf den Bahamas verbringen kannst. Was würde die Kanzlerin, der IHK Präsident oder die Bürger Deiner Stadt sagen? Welche Inschrift würdest Du Dir für den „Grabstein“ Deiner Firma wünschen?“

Diese Form von Reflektion machen wir uns zunutze und spulen bei Anwendung unserer „Grabstein„-Methode einmal kräftig vor: an den Punkt, in der Zukunft, an dem das Projekt/ Unternehmen/…
im Guten (!) zu Grabe getragen wird.

Wie soll die Rückschau auf dein Unternehmen/Projekt bei der Trauerrede lauten?

Woran sollen sich die Menschen erinnern?

Wie wird sich diese Welt durch dein Projekt/Unternehmen Unternehmen/Projekt verändert haben?

Die Antworten auf diese Fragen – als Grabstein-Inschrift gesammelt – schaffen schließlich einen klaren Blick auf das Ziel hinter dem Ziel – die Vision.

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Neu seit August: unsere monatlichen Storytelling-Workshops

Storytelling‘ – Davon gehört hast Du sicher schon einmal. Eines dieser Buzzwords, denen man gerade nicht entkommt.
Zu Recht, meinen wir!

Unser nun monatlich stattfindender Storytelling-Workshop rüstet Dich für die tägliche Überzeugungsarbeit am Kunden oder auch für DEN entscheidenden Pitch.

Ob im Fahrstuhl, auf der Bühne oder per Social-Media Kampagne: wir stellen mit Dir sicher, dass dein Anliegen ankommt und sitzt. Auf dem Weg dahin arbeiten wir an einer begeisternden Dramaturgie, an Deiner Präsenz und erforschen Deine Zielgruppe/-person.

Wir legen Wert auf außergewöhnliche Orte und möglichst heterogene Gruppen – um Dich aus deinen Alltagsroutinen rauszuholen und um branchenübergreifenden Austausch zu schaffen.

In Leipzig, Berlin & Stuttgart gibt es monatlich jeweils einen Termin – bei Bedarf aber kommen wir natürlich auch zu Inhouse-Workshops.
Genug Worte: Auf unserer neuen Landigpage gibt es alle Infos und das kostenlose Storytelling-Handout on top.

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